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ExpressoFEATURE

Wann haben Sie das letzte Mal eine Reisegeschichte gelesen, die Sie so richtig vom Hocker gerissen hat, weil sie richtig spannend oder witzig geschrieben gewesen ist? Länger her, was? Na ja, vielleicht war der Artikel ja wenigstens etwas informativ.

Das hat alles seine Gründe.
Wir wollen anspruchsvolle Reportagen bringen, die man nicht alle Tage liest. Wir werden die Welt nicht neu erfinden, das wollen wir auch gar nicht erst versuchen. Aber es ist immer die Frage, wie man Dinge macht - in diesem Fall: wie man etwas erlebt und dann erzählt.
Kennen Sie die klassischen ARD/ZDF-Kommentare, das "sowohl als auch" und das "einerseits und andererseits". Diese zwanghafte Ausgewogenheit, die man auch im Bereich der Reiseführer allzu oft findet, die ist bei uns nicht oberstes Gebot.
Es darf zuweilen komisch und witzig sein, es darf Stellung bezogen werden, kurz: es soll ausnahmsweise Spaß machen, einen Reisetext zu lesen.

"Vom Weltniveau mit anderen Mitteln - Besuch am Paradestrand der deutschen Ostseeküste..."

"Wenn keine Zahlungsbereitschaft besteht", erläutert der graumelierte Strandwärter im weißen Badeanzug, "dann muss ich Sie des Strandes verweisen." Ende der Durchsage. Willkommen im eingeführten westdeutschen Ferienparadies, der Lübecker Bucht. » weiter
"Man bräuchte einen Mord und hat ihn nicht"

Die Schiffsglocke zum Ablegen. Und als gelte es, den Anspruch der Reederei, "eine historische Reise" anzubieten, stante pede Lügen zu strafen, wird auf der Backbordseite sofort zum Handy gegriffen und die übrige Welt in Kenntnis gesetzt.: "Hier ist es schön. Ist es bei euch auch so schön? Das ist aber schön." Ein anderer: "Und vergiss nicht, nach dem Auspuff zu sehen." Aufzeichnungen von einer Reise auf dem Göta Kanal zwischen Stockholm und Göteborg 1994. » weiter
Mehr Respekt

Zwischen Schneeromantik und Weihnachtsmann-Flair: Helge Sobik stieg im hohen Norden Finnlands in den unvermeidlichen Rentierschlitten. Irgendwie war er froh, als die Tour vorbei war. » weiter
Tüte voller Plastikbuddhas

Kaum eine andere Reiseadresse ist unter Rucksacktouristen bekannter als die Bangkoker Herbergenmeile Khao San Road. Erstreisende und Globetrotter-Routiniers aus aller Welt geben sich hier ein bizarres Stelldichein. » weiter
Hinter den Dünen von Ceara

Brasiliens Nordosten ist ein Märchen aus einsamen Fischerdörfern und kaum berührten Stränden. Fast wäre die Idylle zu einem Zielgebiet der Touristenbomber geworden. Doch daraus wurde dann nichts. Der Reisejournalist Helge Sobik machte eine Ortsbegehung. » weiter
„Lassen Sie doch diesen Blödsinn!“

Wenn in der Marineschule mit Seglerprofis die Seenot simuliert wird, hätten Zuschauer meistens was zum Lachen. Doch so richtig witzig ist das Ganze eigentlich dann doch nicht. » weiter
"Magic Mushrooms in Suppen"

Goa ist out, das Stelldichein bei Vollmond findet nunmehr auf Koh Phangan im thailändischen Golf statt. Jeden Monat kehrt am Haad Rin Beach die Party-Generation ein. Sie feiert sich bis zur Besinnungslosigkeit. » weiter
"Und kennst Du schwedisches Brot? Nein!?"

Seit dem Jahr 2000 fließt der Verkehr zwischen Dänemark und Schweden auf dem Landweg. Aber schon als die Öresundbrücke gebaut wurde, wussten die Schweden und Dänen plötzlich genauer, was sie trennt. » weiter
Hier singen halt welche

Helsinki kann sich im Sommer 2004 über einen Mangel an Besuchern nicht beklagen. Das war nicht immer so. Denn an der teuren finnischen Hauptstadt kam der gemeine Nordreisende nicht automatisch vorbei. Und nach wie vor lauern die direkten Konkurrenten Stockholm und Tallinn direkt vor den Toren der liebenswerten Mini-Metropole. » weiter
Der Tag, an dem die Welt unterging

Am 18. Mai 2005 jährte sich der Ausbruch des Mount St. Helens zum 25. Mal. Es war der verheerendste in der Geschichte der USA. Dabei kam er alles andere als überraschend: Er galt als überfällig, seine Vorgeschichte ist sogar die am besten dokumentierte überhaupt. Und doch war niemand darauf vorbereitet, als ein mittleres Erdbeben morgen um 8.32 Uhr die Katastrophe auslöste. » weiter
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